Berichte und Studien · 17.02.2010

Zufriedenheit der Fachgruppen-Mitglieder Werbung Wien wesentlich gestiegen

Obmann KR Karl Javurek präsentierte die Ergebnisse der jüngsten IFES-Studie zum Thema „Kommunikationsstandort Wien 2009“.

Die Befragung von 900 Wiener Unternehmen aus der Werbe- und Kommunikationsbranche liefert einen detaillierten Einblick in wirtschaftliche Zukunftsprognosen und belegt darüber hinaus die hohe Zufriedenheit der Mitglieder mit ihrer Fachgruppe.

Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien zählt mit mehr als 8.000 Mitgliedern zu den größten Fachgruppen in der Wirtschaftskammer Wien: Obmann KR Karl Javurek präsentierte heute, Mittwoch, die umfassende Studie „Kommunikationsstandort Wien 2009“ des renommierten IFES-Instituts.

Die Untersuchung liefert aussagekräftige Werte über den wichtigsten Werbemarkt Österreichs im Vergleich mit den Ergebnissen der letzten Studie aus dem Jahr 2006 (Durchführung der Studie November/Dezember 2009).

„Eine unabhängige Standortbestimmung, wie unsere Mitglieder die derzeitige Lage innerhalb der Werbe- und Kommunikationsbranche beurteilen und inwieweit sie mit Ihrer Fachgruppen-Vertretung und den angebotenen Leistungen zufrieden sind, war mir persönlich sehr wichtig. Aus diesem Grund haben wir das IFES-Institut beauftragt die Studie durchzuführen. Die Ergebnisse sprechen für sich“, erklärte Karl Javurek.

Javurek_2

Die Ergebnisse der IFES-Studie „Kommunikationsstandort 2009“ im Überblick: 57 Prozent der Befragten gaben an schon mindestens einmal ihre Interessensvertretung kontaktiert zu haben.

Die Bewertung der Hilfestellung beim letzten Kontakt mit der Fachgruppe Werbung beurteilen 72 Prozent mit den Schulnoten „sehr gut“ und „gut“ (Vergleichsjahr 2006: 63 Prozent). 31 Prozent der Befragten nutzen bereits das in Österreich – im Vergleich mit anderen Interessensvertretungen innerhalb der Wirtschaftskammer – einzigartige Versicherungsangebot. 89 Prozent, die das Versicherungsangebot bisher in Anspruch genommen haben, geben an „sehr zufrieden“ oder „eher zufrieden“ zu sein. „Es ist eines unserer Angebote, das am effizientesten wirkt, wenn einmal der Hut brennt“, so Javurek über das hart erkämpfte Service speziell für Mitglieder der Fachgruppe Werbung Wien.

Immerhin 13 Prozent der Mitglieder haben kostenlose Bildungsseminare in Anspruch genommen, gefolgt von 12 Prozent, die in der Vergangenheit die Rechtsberatung genutzt haben.

Javurek: „Für mich bedeuten diese Ergebnisse, dass wir im Sinne unserer Mitglieder auf dem richtigen Weg sind und dass es sich gelohnt hat, in den letzten fünf Jahren Dinge zu hinterfragen und eingefahrene Vorgangsweisen zu ändern.“

Neben der Frage nach der Zufriedenheit der Fachgruppen-Mitglieder mit ihrer Interessensvertretung, war eine der wohl spannendsten Fragen der IFES-Studie jene nach wirtschaftlichen Zukunftsprognosen für die nächsten Monate und Jahre. Die Bewertung der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen fällt unterschiedlich aus: knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent; 2006: 56 Prozent) bewerten die wirtschaftliche Situation ihres Unternehmens mit „sehr gut” oder „gut”. Weitere 37 Prozent antworten mit „befriedigend” und etwa 16 Prozent (2006: 10 Prozent) vergeben eine dezidiert schlechte Schulnote („genügend” oder „nicht genügend”).

Die derzeitige Auftragslage wird von 49 Prozent (2006: 59 Prozent) als positiv eingeschätzt, ein Drittel vergibt die Note 3 und 18 Prozent vergeben eine schlechte Note (2006: 9 Prozent). Im Vergleich zu 2006 hat sich damit die wirtschaftliche Situation für die Branche deutlich getrübt. Für das vergangene Geschäftsjahr ziehen die Befragten ebenfalls ein geteiltes Resümee: Ein Drittel (2006: 54 Prozent) gibt an, dass sich die wirtschaftliche Situation insgesamt verbessert habe, ein Drittel (2006: 16 Prozent) berichtet von einer Verschlechterung und ein Drittel (2006: 28 Prozent) gibt eine konstante wirtschaftliche Situation an.

Im Schnitt werden 87 Prozent des Umsatzes der Fachgruppenmitglieder mit KundInnen aus Österreich erwirtschaftet (2006: 91 Prozent). Die übrigen KundInnen kommen überwiegend aus dem EU-Raum (9 Prozent des Umsatzes) bzw. aus dem Nicht-EU-Ausland (2 Prozent). Dabei machen öffentliche Auftraggeber einen Prozentsatz von 18 Prozent am Umsatz aus. Die Mehrheit (82 Prozent) stammt von Auftraggebern aus der Privatwirtschaft.

IFES-Projektleiter Dr. Reinhard Raml bestätigt für die Entwicklung der Unternehmen in den nächsten drei Jahren „weit verbreiteten Optimismus“ innerhalb der Branche. Sechs von zehn Unternehmen gehen von einer Verbesserung der Geschäftslage aus, ein weiteres Drittel erwartet eine gleichbleibende Situation. Nur 6 Prozent prognostizieren eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage. Javurek:

„Die wirtschaftlich schwankende Lage betrifft die Werber und Kommunikationsprofis in einem besonderen Ausmaß. Ich teile die verhaltene optimistische Markteinschätzung unserer Mitglieder. Und gerade diese Situation fordert von der Fachgruppe Werbung Wien praxisnahe, unmittelbar unterstützend aber auch wegweisend zu agieren. Wie das funktionieren kann, haben wir in den letzten Jahren bewiesen“.

Raml_1

Fotocredits:
Fotos KR Karl Javurek © Fachgruppe Werbung Wien
Foto Dr. Reinhard Raml © IFES