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„Eine rundum missglückte Angelegenheit, die der Außenwerbung im gesamten mehr schadet als nutzt“, fasst Vereinspräsidenten Dr. Heinrich Schuster zusammen. „Bisher war das Plakat eines der beliebtesten Werbemedien der Österreicher, da es nicht in die Privatsphäre eindringt. Durch die Masse an neuen Flächen für Kleinanschlag - in Wien wurden über 5.000 Lichtmasten mit diesen auch in keinster Weise ästhetischen Halbschalen ausgestattet - fürchte ich die Entwicklung einer allgemein negativen Stimmung gegen das Plakat. Die neue Kulturanschlags-Regelung wird damit zu einem nicht zu unterschätzenden Problem für die gesamte Branche.“ Sinnvoll stellte sich zu Beginn die Absicht der Stadt Wien dar: nämlich den Plakatwildwuchs im Sinne einer optimalen Stadtbildpflege in geordnete Bahnen zu lenken. Durch die verunglückte Umsetzung scheint nun allerdings genau das Gegenteil erreicht zu werden. Zum einen wird die Stadt durch die übertriebene Stückzahl mit Kleinanschlag quasi überschwemmt. Zum anderen werden viele Kulturtreibende weiterhin auf die freie Plakatierung angewiesen sein, da die neuen Anschlagtafeln aufgrund der Kostensituation die freie Plakatierung nicht ersetzen können. Der Effekt: Zu den bisherigen Stellen, an denen wild plakatiert wurde, kommen zusätzlich noch die 5.000 Halbschalen hinzu. „Dies alles steht gegen die Interessen der Medienkategorie und damit auch gegen die Interessen der Werbung treibenden Wirtschaft“, so die Position des neuen, einstimmig gewählten Vereinssprechers Ing. Josef Daxacher. „Ich sehe es in diesem Zusammenhang als eine der Hauptaufgaben von PLAKAT&CO an, als Fürsprecher für eine Alternativlösung, die allen Interessen entspricht, aufzutreten und eine positive Entwicklung des Außenwerbemarktes zu unterstützen.“
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