Business · 13.08.2010
Serviceplan Gruppe trotzt der Krise mit stetem Wachstum
Das zweite Krisenjahr in Folge verzeichnet die Serviceplan Gruppe ein stabiles Wachstum und liegt mit einem Umsatzplus von 6,1 Prozent erneut über dem Branchenschnitt. Deutschlands größte inhabergeführte Agentur konnte ihr Honorarvolumen im Geschäftsjahr 2009/2010 auf 138 Millionen Euro steigern. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs auf 1.005 an. Doch nicht nur gesundes Wachstum sondern auch antizyklische Investition bilden die Leitlinien langfristiger Unternehmenspolitik bei Serviceplan: Mit neuen Agenturstandorten in Zürich, Wien und Dubai trieb die Agenturgruppe ihre Internationalisierung in der derzeitigen Rezession erfolgreich voran.
München, den 12. August 2010 – Für das Jahr 2009 prognostizierte der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA der Agenturbranche ein bedenkliches Umsatzminus von fast acht Prozent (Quelle: Herbstmonitor 2009). Erst im Verlauf des Jahres 2010 sollte laut Umfrage wieder mit steigenden Umsätzen von höchstens drei Prozent gerechnet werden dürfen. Anders die Serviceplan Gruppe, die nun ihre Bilanz zum Wirtschaftsjahr 2009/2010 vorlegt, das am 1. Juli 2009 begann und zum 30. Juni 2010 endete: Deutschlands größte inhabergeführte Agentur legte um 6,1 Prozent zu und erzielte ein Gross Income (Honorare und Provisionen) von 138 Mio. Euro (2008/2009: 130,1 Mio. Euro). Die Billings (Volumen der betreuten Werbeetats ohne Mediaeinkaufsvolumen) stiegen auf 920 Mio. Euro (2008/2009: 868 Millionen Euro). Damit setzt die Agenturgruppe in der Krise ihr stabiles Wachstum stetig fort: So verzeichnete Serviceplan selbst ein Jahr zuvor – in der Kernzeit der Rezession – einen Zuwachs von 4,5 Prozent. Auch personell hat die Serviceplan Gruppe im Geschäftsjahr 2009/2010 wieder zugelegt: Aktuell beschäftigt die Agentur 1.005 Mitarbeiter. Im Jahr zuvor waren es 977 Mitarbeiter. Der Pro-Kopf-Umsatz liegt bei 137.000 Euro und hat sich versus Vorjahr um 3 Prozent erhöht (2008/09: 133.000 Euro).
Hauptgeschäftsführer Florian Haller freut sich über das Ergebnis, mit dem Serviceplan erneut seine Position als Nummer Eins unter den inhabergeführten Agenturen in Deutschland festigen kann.
So verzeichnen fast alle Unternehmensbereiche der Agenturgruppe – Serviceplan, Plan.Net, Facit und Saint Elmo’s – zufriedenstellende Zuwachsraten. Die unter der Marke Serviceplan geführten Agenturen (klassische Werbung inklusive der Spezialdisziplinen Verkaufsförderung, Dialog, Event und PR), die mit 43,3 Prozent nach wie vor den Hauptanteil am Gesamtumsatz der Gruppe tragen, haben versus Vorjahr um 3,6 Prozent zugelegt. Die hierbei marktbedingt rückläufigen Spezialdisziplinen Verkaufsförderung, Dialog und Event konnten durch das erfolgreiche Neugeschäft in der klassischen Werbung mehr als kompensiert werden: Wachstumstreiber war die Serviceplan Campaign, die sich attraktive Etats wie die Molkerei Alois Müller, Continental, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und den nationalen Etat von BMW Motorrad sichern konnte. Auch konnten die Aufgaben für den Bluechip-Kunden BMW auf internationaler Ebene massiv ausgeweitet werden. Zweitstärkste Säule hinter den Serviceplan-Agenturen ist die unter der Marke Mediaplus geführte Mediaagentur, die über ein Viertel Anteil am Gesamtumsatz der Gruppe hält. Mediaplus musste jedoch versus Vorjahr 1,6 Prozent einbüßen. Grund waren hier die marktbedingt gesunkenen Volumina in den klassischen Medien. Budgetumschichtungen der Kunden in Richtung neue Medien konnten dank der Aufstellung der Gruppe in diesen Wachstumsdisziplinen aufgefangen werden. Die unter der Marke Plan.Net geführte Agenturgruppe für digitale Kommunikation – drittgrößte Newmedia-Agentur in ganz Deutschland – legte um satte 17,4 Prozent zu und hält mittlerweile mit 21,9 Prozent über ein Fünftel am Gesamtumsatz der Gruppe. Zugelegt haben auch die im Netzwerk der Serviceplan Gruppe unabhängig agierenden Marken Facit und Saint Elmo’s. Sie verzeichneten einen Zuwachs um 20,1 Prozent und halten zusammen 8,4 Prozent am Gesamtumsatz der Gruppe.
Investition in Zeiten der Rezession als langfristiger Wachstumstreiber
Die Serviceplan Gruppe setzte in der Rezession jedoch nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern investierte vielmehr – in beiden Rezessionsjahren – in den internationalen Ausbau ihrer Digitaltochter mit dem langfristigen Ziel, das noch wachsende Onlinegeschäft in vielversprechenden Märkten zu erschließen. 2008 wurde mit Plan.Net Suisse eine Dependance in Zürich gegründet, zu Jahresbeginn folgte mit Plan.Net Austria die Gründung eines Agenturstandortes in Wien. Mit Plan.Net Middle East schaffte sich die Agenturgruppe im Frühjahr eine Dependance in Dubai, von wo aus sie den gesamten Mittleren Osten bedienen kann. Dazu Florian Haller: "Als inhabergeführte Agentur können wir uns eine langfristige Wachstumsstrategie erlauben, da wir nicht unter Einsatz kurzfristiger Sparprogramme den Blick auf Quartalsreportings an internationale Headquarter richten müssen. Wir haben in der derzeitigen Krise, wie auch in allen fünf Rezessionen seit der Gründung unseres Unternehmens im Jahr 1970, immer antizyklisch investiert und jedes Mal Marktanteile gewonnen. Weitere Investments werden noch bis Jahresende folgen. Wir sehen das als Chance, unsere Agentur im Verdrängungswettbewerb in dem von Dienstleistern völlig überbesetzten Agenturmarkt langfristig auf Erfolgskurs zu halten."
Ausblick
Florian Haller blickt optimistisch ins nächste Jahr. Die Stimmung im Markt hellt sich auf und die Kunden stocken ihre Budgets wieder auf. So erwartet Serviceplan, auch im nächsten Geschäftsjahr seine stete Wachstumskurve halten zu können. Als wesentlichen Erfolgsfaktor sieht Florian Haller dabei die Mitarbeiter, um die zwischen den Agenturen ein genauso großer Wettbewerb besteht wie bei Neukunden: "Der Kampf um die besten Talente ist in Zukunft die größte Herausforderung einer jeden Agentur. Denn am Ende des Tages ist das einzig entscheidende Kapital einer Agentur ihre Mitarbeiter." Hier sieht Haller die inhabergeführten Agenturen im Vorteil, die gerade in der Krise für Werte wie verantwortliches und unternehmerisches Handeln einzustehen vermochten. Das von der Fachzeitschrift Horizont jüngst veröffentlichte Image-Ranking über die besten Agentur-Arbeitgeber, bei dem bundesweit rund 800 Agenturmitarbeiter Serviceplan auf Platz 1 und Jung von Matt sowie Kolle Rebbe auf die Plätze 2 und 3 wählten, sieht Haller als Beleg. Kontinuität im Management sind für den Serviceplan Hauptgeschäftsführer in diesem Zusammenhang eine weitere Voraussetzung für langfristigen Unternehmenserfolg. Ein Blick auf die großen Networks zeigt jedoch einen viel zu häufigen Austausch ihrer CEO‘s – bis zu sechsmal innerhalb nur eines Jahrzehnts.
Aussender:
Katrin Kühl
Leitung Presse & PR
SERVICEPLAN Gruppe für innovative Kommunikation GmbH & Co. KG