Berichte und Studien · 01.06.2012

Michael Page Österreich präsentiert Global CFO Barometer 2012

logo_MichaelPageWien, 29.05.2012. Der Global CFO Barometer 2012, initiiert und durchgeführt von Michael Page International, zeigt erstmals den Ausblick des Chief Financial Officers (CFO) auf das heutige Finanzklima weltweit auf. Neben dem Verantwortungsbereich des CFOs wurden auch dessen berufliche Aufstiegsmöglichkeiten in der Studie beleuchtet. Dem Chief Financial Officer wird neben dem Führungsaspekt immer mehr die Rolle des strategischen Denkers und Motivators zugeschrieben. 

Dieses Jahr fand der CFO Barometer erstmals weltweit statt. Dies ermöglicht uns einen internationalen Vergleich, welcher regionale Unterschiede und Gemeinsamkeiten der CFOs darlegt. Mit dem Global CFO Barometer wollen wir aufzeigen, welche wichtige Führungskraft der CFO zusammen mit dem CEO im Unternehmen darstellt“, so Yannick Coulange, MSc, Geschäftsführer von Michael Page Österreich.

Abweichung der Geschäftsentwicklung von der regionalen Wirtschaft
Die internationale wirtschaftliche Situation 2012 wird für Unternehmen als gut tituliert, besonders in Asien und Südamerika. Trotz Eurokrise bewerten die befragten CEOs in Nordamerika und Europa ihre Unternehmensleistung besser als die generelle Wirtschaftssituation. Jedoch werden die Managemententscheidungen durch die Eurokrise beeinflusst, sind gut der Hälfte der befragten Europäischen Unternehmen überzeugt. Europäische Unternehmen richten sich stärker international aus, aufgrund des kleinen Binnenmarktes Europas. Asien und Latein Amerika zählen für den europäischen Markt zu den interessantesten Ländern.

Stereotyp CFO – Kontinentale Alters- und Gehaltsunterschiede 
CFOs weisen weltweit eine homogene Altersstruktur auf; 72 % sind zwischen 35 und 49 Jahre alt. In Nordamerika sind CFOs merklich älter als der weltweite Durchschnitt. In Europa ist fast die Hälfte der Befragten unter 35 Jahre.

Das Gehalt variiert beachtenswert im internationalen Vergleich. Die Mehrheit der Befragten bezieht ein Jahresgehalt (inkl. Bonus und Benefits) zwischen € 60.000 und € 119.000. CFOs in Europa und Asien verdienen weit weniger als CFOs in Nordamerika. Verdienen 37 % der europäischen CFOs unter € 90.000, sind es in Nordamerika nur 8 %. Im Vergleich beziehen 49 % der CFOs in Nordamerika ein Gehalt von über € 200.000, in Europa hingegen nur 13 % der Befragten. Das Gehalt ist auch abhängig vom Alter; je älter, desto höher das Gehalt.

Die Anzahl der Frauen in der Position liegt auf einem sehr niedrigen Level (14 %). Außerdem finden sie sich häufig in der unteren Einkommensgruppe.

Viele CFOs sammeln Berufserfahrung im Ausland. Hier sind zwei Extreme zu verzeichnen: ein Großteil der CFOs geht entweder für eine relativ lange Zeit ins Ausland (länger als 10 Jahre) oder eben für eine relativ kurze Zeit (weniger als zwei Jahre). Die Auslandserfahrung schlägt sich im Gehalt nieder. CFOs mit Auslandserfahrung finden sich in der CFO Liga der Besserverdiener.

Englisch ist die Sprache der CFOs (93 %). Schlechte Sprachkenntnisse sind in Nordamerika und in der Pazifik Region zu finden. Neben Englisch weisen die CEOs kaum weitere Sprachkenntnisse auf. Im Vergleich dazu sprechen europäische CFOs neben Englisch noch Französisch (35 %), Deutsch (26 %), Spanisch (18 %), Dänisch (14 %) und Italienisch (10%).

Die Finanzexpertise der CFOs ist nicht mehr ausreichend, Vielseitigkeit ist gefragt. CFOs sind neben dem Finanzwesen noch für eine breite Palette von Funktionen im Unternehmen verantwortlich; diese reichen von Administration, Recht und IT bis zu HR-Fachkenntnissen in Kleinunternehmen.

Mobilität und lebenslanges Lernen
Orts- und Unternehmenswechsel sind Bestandteil der Karriereplanung von CFOs, somit stellen Standortwechsel und Auslandaufenthalt keine Hürde dar. Das Gehalt ist führend für die weitere Karriereplanung eines CFOs, wobei hier auch die Unternehmensvision und -strategie sowie die eigene Work-Life-Balance in Betracht gezogen werden.

Lebenslanges Lernen ist Voraussetzung für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang, dies gilt auch für CFOs. Nur 4 % der Befragten sehen keine Notwendigkeit ihre Kompetenzen zu erweitern. Die größten Defizite sieht der Großteil der CFOs in ihren Kommunikations- und Präsentationsskills (45 %), wie auch in den Bereichen Strategisches Management und General Management (44 %).

Die nächste Karriereposition eines CFOs ist die des CEOs oder Generaldirektors.

Einer von fünf Befragten erwartet diesen Karrieresprung bis 2014. Aber mehr als die Hälfte der CFOs sehen nur eine Steigerung ihres Verantwortungsbereichs in ihrer jetzigen Position in den nächsten zwei Jahren. Europäische CFOs sind, aufgrund der negativen Wirtschaftssituation in Europa, pessimistisch gegenüber ihrer Karriereperspektive eingestellt.

Prozessoptimierung und Kostenoptimierung oberste Priorität

Während die Prozessoptimierung in Süd- und Nordamerika sowie Europa eine große Rolle spielt, steht in Asien und in der Pazifikregion die Kostenoptimierung im Vordergrund. Jedoch sind die Kostenoptimierungsprozesse bedeutender als die Vergrößerung des Unternehmens.

Stagnierender Arbeitsmarkt für Finanzexperten
Es ist ein stagnierender Arbeitsmarkt zu erkennen. Die Human Resources (HR) Planung wird in den Finanzdepartments weltweit eingeschränkt. Mehr als die Hälfte der CFOs plant keine Neuanstellungen, sondern legt Schwerpunkte in den Bereichen Training und Weiterbildung sowie Mitarbeiterbindung, da ein Engpass an qualifizierten Arbeitskräften in vielen Regionen der Welt zu verzeichnen ist. Nordamerika stellt hier die einzige Ausnahme dar. Statt auf Mitarbeiterbindung zu setzen, werden hier Begabte akquiriert.

CFOs zwischen 30 und 45 Jahren nutzen Social Media regelmäßig für ihre eigenen Karrierezwecke. Networking gilt für CFOs unter 30 Jahren als wichtiger Bestandteil. Sie stellen auch die größte Gruppe dar, welche Social Media nutzt, um neues Personal zu finden.

Studiendesign und Datenpool
80.000 CFOs weltweit wurden von Michael Page International zur Teilnahme an der Online Umfrage für den Global CFO Barometer eingeladen. Davon wurden 4.388 Befragungen evaluiert.

Die meisten Befragten arbeiten in Europa. Die größte Branche stellte der Industriesektor dar, gefolgt vom Dienstleistungssektor, Technologie und Konsumbereich. CFOs aus Klein- und Mittelbetrieben überwiegen in der Umfrage. 68 % der Unternehmen sind in Privatbesitz, wogegen 28 % börsennotierte Unternehmen sind.

Den Global CFO Barometer 2012 von Michael Page finden Sie zum Download unter 
>> Michael Page Global CFO Barometer 2012 (html)
>> Michael Page Global CFO Barometer 2012 (pdf-Dokument)

 

Über Michael Page International Austria GmbH

Michael Page gehört zu den weltweit größten und renommiertesten Personalberatungsgruppen und wächst dynamisch in den Bereichen Recruitment und Interim. Die global tätigen Kunden werden durch Niederlassungen in Großbritannien, in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum sowie Amerika betreut. Seit 2008 berät die Michael Page International Austria GmbH österreichische Unternehmen im Recruitment für die Bereiche Finance & Accounting, Sales & Marketing, Banking & Financial Services, Healthcare & Life Sciences und Human Resources.

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