Blog · 09.08.2012
Medien, Macht und die Moral
Manipulierte Bilder, Geschichten statt Berichte, Fake-User zur 'Wertsteigerung' und dazu noch unseriöse Geschäftspraktiken im Umgang mit (Presse)Fotografen und anderen freien Mitarbeitern.
Medien haben Macht – leider scheint ihnen darüber hinaus die Moral abhanden gekommen zu sein.
Aber natürlich gibt es da noch andere Zeitungen, die es mit der Wahrheit genauso halten.
futurezone zeigt da ein paar gute Beispiele:
http://futurezone.at/digitallife/10397-bildmanipulation-krone-ist-kein-einzelfall.php#vor

Bilderklau
Auch nimmt der Tatbestand des Bilderklaues aus dem Internet zur Verwendung in Zeitungen immer mehr zu. Redakteure suchen sich einfach Bilder in Facebook oder von anderen Webseiten und nutzen diese zur eigenen Berichterstattung. Wohl gemerkt – ohne Namensnennung, geschweige denn einem Honorar für den Fotografen.
Knebelverträge
Bei meinen Umfragen habe ich aber auch sehr positive Meldungen bekommen. So wurden z.B. der Standard und trend als fair beurteilt.
Der Umgang mit Inhalten uns Statistiken
Nicht nur Printmedien schummeln, wenn es um Content und Zahlen geht. Internetportale leben primär von Werbeeinnahmen. Da muss man schon ein wenig die Fakten verdrehen, oder sich anderer 'wertsteigender' Mittel bedienen. Frei nach dem Motto: „Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.“
Facebook hat zugegeben, Millionen Fake-User zu haben. Dann entdeckt man dazu passend noch einen Artikel, dass Werbeklicks zu einem Großteil nicht durch menschliche Nutzer, sondern durch 'Bots' (automatische Scripts) zustande kommen. Da muss sich doch bei dem einen oder anderen gewerblichen Nutzer des Social-Media-Portals die Frage stellen, ob er seine Werbeausgaben nicht besser woanders anlegt.
Persönlicher Nachsatz: Ein Grund für derartiges Verhalten liegt wohl auch in den Forderungen der Finanzwirtschaft (Rendite). Dadurch offenbart sich das 'Kleinformat' oft ganz deutlich im moralischen Gebaren.
Für eine möglichst objektive Recherche zu diesem Artikel habe ich im Internet nachgeforscht und verschiedenen Fotografen befragt. Um auch der Krone die Möglichkeit einer Stellungnahme zu bieten, habe ich am Dienstag den 31. 7. 2012 in der Chefredaktion der Kronen Zeitung angerufen. Dort wurde mir jede weitere Stellungnahme zu den Vorwürfen mit Hinweis auf die Entschuldigung durch Herrn Christian Dichant in der Dienstagausgabe strikt verweigert.
Bildmaterial: Gianluca Wallisch, Oliver Schopf
Aussender:
Gerhard Hintringer
www.AllesWerbung.info