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Denn
wo auch europäische Banken Verluste nach riskanten Immobiliengeschäften
oder Fehlspekulationen abschreiben müssen, knausern sie eher bei
der Kreditvergabe. Auch Unternehmen investieren daher vorsichtiger als noch 2007 erwartet.
Speziell bei den Marketingbudgets macht sich das bemerkbar. So werden die Werbeausgaben in Europa und Nordamerika in
2008 mit 3,8 Prozent schwächer
ansteigen als bisher erwartet. Noch im Dezember wurde ein Wachstum
von 4,4 Prozent prognostiziert.
Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Advertising Expenditure Forecast“ der Mediaagenturgruppe ZenithOptimedia.
Auch die Entwicklung des weltweiten Werbemarkts wird durch die
Auswirkung der Kredit-Krise auf Europa und Nordamerika leicht beeinträchtigt:
Die Experten von ZenithOptimedia gehen
für 2008 von einem Anstieg
der internationalen Werbeausgaben um 6,5 Prozent aus, statt wie
ursprünglich prognostiziert um
6,7 Prozent. Diese Wachstumsrate liegt jedoch nach wie vor
deutlich über den
durchschnittlichen 5 Prozent der vergangenen zehn Jahre. Dieser
positive
Trend wird sich auch 2009 und 2010
weiter fortsetzen. In den Märkten außerhalb Europas und
Nordamerikas steigen die
Werbeausgaben in diesem Jahr sogar um 11,1 Prozent.
Treibende
Kraft für die Entwicklung des weltweiten Werbemarkts sind nach wie
die sich
entwickelnden Märkte außerhalb
Nordamerikas, Westeuropas und Japans. Sie werden bis
2010 ganze 63 Prozent zum Wachstum
beitragen. Ihr Anteil an den Werbeausgaben weltweit
wächst so von 27 Prozent auf 33
Prozent.
Die Werbeinvestitionen in Zentral- und Osteuropa,
Lateinamerika, dem Mittleren Osten
und Afrika steigen zweistellig. China und Russland werden
in den nächsten drei Jahren zu
den am stärksten wachsenden Werbemärkten nach den USA
zählen. Auf dem Vormarsch ist
auch der asiatisch-pazifische Raum (inklusive Japan):
Er wird
Westeuropa in 2010 überholen und
nach den USA den zweitgrößten Werbemarkt weltweit
bilden.
Das
Internet wird seine Bedeutung als Werbeträger noch stärker
ausbauen als erwartet: Bis
2010 werden sich die Investitionen
auf 67 Milliarden US-Dollar erhöhen. Damit hebt
ZenithOptimedia seine Prognose von
61 Milliarden US-Dollar im Dezember 2007 weiter an.
Die
Ausgaben in das Internet werden damit im Jahr 2010 sogar 12,3
Prozent der weltweiten
Werbespendings ausmachen, statt
wie ursprünglich prognostiziert 11,5 Prozent. Vor allem die
Möglichkeiten von
Bewegtbild-Werbung und Suchmaschinen-Marketing steigern die
Attraktivität des Webs.
Auch Behavioural Targeting und Social Networking Sites geben dem
Werbeträger einen Schub.
Verlierer sind unter anderem die Tageszeitungen, deren
Werbeeinnahmen bis 2010
voraussichtlich um 5 Prozent (infaltionsbereinigt) zurückgehen
werden.
„Die Verlage haben jedoch die Chance, diesen Verlust teilweise
durch die
Werbeeinnahmen auf ihren
Online-Portalen wieder wett zu machen“, erläutert Mag. Maurizio
Berlini,
CEO ZenithOptimedia Österreich.
ZenithOptimedia erstellt die
inzwischen vierteljährlichen Forecasts bereits seit 15 Jahren.
Sie
dienen der Werbewirtschaft als wertvolles Barometer für die Planung
ihrer Media-Aktivitäten
und werden darüber hinaus von
Medien, Werbeagenturen, Unternehmensberatern und
Analysten genutzt.
Die kostenpflichtige Studie „Advertising Expenditure Forecasts“
kann
bestellt werden unter www.zenithoptimedia.com.
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