Kampagnen · 26.05.2010
Haftnotizzettel gegen Gewalt an Frauen
Im Rahmen der Mitmach-Kampagne „Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt“ werden insgesamt 50 City-Lights in Wien mit Haftnotizzetteln „zum Pflücken“ ausgestattet – ein Aufruf zur aktiven Beteiligung der Wienerinnen und Wiener an der Initiative gegen Gewalt an Frauen.
Wien, 25. Mai 2010. – Manche Frauen und Mädchen sind täglich mit dem Thema Gewalt konfrontiert. Tätliche Angriffe und Übergriffe sind ein Teil ihres Lebens, ein Teufelskreis, aus dem sie sich ohne Hilfe nur schwer befreien können. Gewalt findet dabei häufig im engsten Familienkreis statt, verdeckt und ungesehen von der Außenwelt. Die Kampagne „Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt“, initiiert von Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, soll helfen die vorherrschende Problematik aufzudecken und das Tabuthema ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Bevölkerung ist aufgerufen sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und einen klaren Standpunkt gegen die Gewalt zu beziehen.
Den Anfang machen Prominente - auf insgesamt 300 City-Light Plakaten in Wien treten bekannte Persönlichkeiten mit ihren Standpunkten entschieden gegen Gewalt an Frauen und Mädchen auf. Die Kampagne setzt aber nicht nur auf Namen wie Chris Lohner, Christina Stürmer, Klaus Eberhartinger, Andrea Händler, Wolfgang Böck und Ümit Korkmaz, sondern ruft jedermann und –frau zum Mitmachen auf.
Auf 50 City-Light Sonderstellen können von 20. Mai bis 2. Juni große Haftnotizzettel mit der Aufschrift „Mach mit & schick!“ von den PassantInnen abgezogen und mitgenommen werden – eine Aufforderung zur Teilnahme an der Initiative. Das Mitmachen ist einfach: Angepasst an die Hauptsujets der Kampagne soll ein Foto der eigenen Beine, gemeinsam mit einem Zettel oder einer Tafel, auf dem der persönliche Standpunkt gut leserlich geschrieben steht, abgelichtet werden. Das Foto kann auf www.standpunktgegengewalt.wien.at hochgeladen werden. Fertig!
Danila Neuwirth, Magistratsabteilung 57, Frauenabteilung der Stadt Wien: „Mit der Haftnotiz-Kampagne auf den City-Lights wollen wir auf unsere Aktion gegen Gewalt an Frauen aufmerksam machen und möglichst viele Menschen dazu anregen, ihr persönliches Statement gegen Gewalt abzugeben. Die eingesendeten Fotos werden Teil einer großen Bildergalerie und damit zu einem wichtigen Beitrag für die Kampagne „Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt“.
„Die Aufgabenstellung bei der Initiative „Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt“ war, die Leute nicht nur mit aussagekräftigen Sujets auf das Thema aufmerksam zu machen, sondern möglichst viele Menschen in die Kampagne einzubinden. Wir haben uns für die Haftnotizzettel auf den City Lights entschieden, weil die gelben Zettel allerorts zur Organisation des Arbeitsalltags verwendet werden und ohne viele Worte darauf hinweisen, dass es etwas Wichtiges zu erledigen gibt“, erklärt Alexander Rittberger von der Agentur kommunikationsbuero.
KR Karl Javurek, CEO Gewista: „Ich begrüße es, wenn unsere Werbeträger neben der Verbreitung der üblichen Werbebotschaften auch die Verbreitung gesellschaftsrelevanter Themen übernehmen können. Bei einer Kampagne, wie der Initiative gegen Gewalt, darf man als verantwortungsvoller Bürger bzw. als verantwortungsvolle Bürgerin nicht wegsehen. Die Nutzung des flächendeckenden City Lights-Netzes macht bei einer solchen Initiative ein „Übersehen“ des Themas unmöglich und lässt Ausreden wie „ich habe nichts davon gewusst“ nicht gelten.“


Durchgeführt wird die Kampagne „Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt“, die bis Herbst 2010 laufen wird, von der MA 57-Frauenabteilung der Stadt Wien in Kooperation mit dem Verein Wiener Frauenhäuser.