Business · 02.10.2008
EPAMEDIA-Gruppe auf Wachstumskurs
|
Einen wesentlichen Beitrag lieferten die elf Auslandstöchter, deren Umsatz wuchs um 18 Millionen auf 75 Millionen Euro. Das Inlandsgeschäft war stabil und aufgrund der Umstrukturierung der Gruppe ist ein direkter Vergleich mit Vorjahren nicht möglich. Die Gesamtinvestitionen erreichten im Vorjahr ebenfalls einen Höchststand. Übernahme der Objekt Werbung von der Salzburg AG Mit dem 1. Oktober 2008 ist die Übernahme der Salzburger Objekt Werbung abgeschlossen. Die Salzburg AG hat sich von ihrem 51-Prozent-Anteil getrennt und diesen an die bisherigen Miteigentümer Epamedia Salzburg/Industrieteam (24%) und die Gewista-Tochter Progress (25%) verkauft. Einstieg in Albanien geplant Die EPAMEDIA-Gruppe, die derzeit bereits in 12 Ländern vertreten ist, plant den Einstieg in Albanien, einem aufstrebenden Land. Verhandelt wird über den Kauf von zwei führenden Außenwerbern (Metro und The Point). Epamedia in Zentral- und Osteuropa Ungarn ist nach dem Kauf der beiden Unternehmen Multireklám und Intermedia zum wichtigsten Auslandsmarkt avanciert. Der Konzern verfügt damit in Ungarn über fünf Töchter. Alle Töchter werden in der neu gegründeten EPAMEDIA Hungary zusammengefasst. Ein weiteres Highlight für die Epamedia-Gruppe ist die Absicherung des rumänischen Marktes. Mit der Stadt Bukarest wurde der Werbevertrag um weitere zehn Jahre verlängert. Geplant sind die Erneuerung der Werbeträger (City Lights) sowie ein weiterer Ausbau des Bukarester Netzes. Bilanz: Wahlkampf ein Nullsummenspiel Entgegen vieler Jubelmeldungen, die auch in den Medien zu lesen waren, war der Nationalratswahlkampf für EPAMEDIA ein Nullsummenspiel. „Das Volumen, das die politischen Parteien affichieren, ist mittlerweile stark gesunken“, betont Heinrich Schuster. Die Euro 2008 war für die Außenwerbung kein gutes, sondern ein schlechtes Geschäft. Einen Hipe hat es nicht gegeben. Denn von den großen internationalen Sponsoren wurden für das Großereignis Summen der österreichischen Werbeetats abgezogen. Diese Mittel fehlten. Die Außenwerbung hat innerhalb aller Werbegattungen eine starke und ausbaufähige Position. Im EU-Schnitt werden rund 7% vom Werbekuchen für Außenwerbung ausgegeben (Quelle: Focus 12-2007). Doch dieser Anteil könnte größer werden, ist Heinrich Schuster überzeugt: „Die Poster Lights werden in den Landeshauptstädten und größeren Ballungsräumen eingesetzt und sind als Ergänzung zum Plakat gedacht, aber nicht als eigenständiges Produkt“, betont Heinrich Schuster. Das zweite wichtige Medium ist das City Light. Geplant ist ein weiterer Ausbau des City-Light-Netzes in Wien und den Landeshauptstädten. Seit 2008 gibt es eine Kooperation mit den ÖBB, die eine qualitative Verbesserung des Angebotes bringt. Zudem gibt es Bestrebungen, freistehende City Lights in Wien in Abstimmung mit den Bezirken aufzustellen. „Als Werbeträger mit Zukunftspotenzial erweisen sich die digitalen Medien wie das Wartezimmerfernsehen Vita TV und der Eye-Catcher der Shoppingzentren Mall Signage“, erklärt EPAMEDIA-Geschäftsführer Ferdinand Maier. Mit Vita TV hat EPAMEDIA die Nase vor anderen Anbietern. EPAMEDIA Public Space Design Competition Die Public Space Design Competition startet heuer zum zweiten Mal. Studierende sind zum Mitmachen aufgerufen. Der internationale Wettbewerb wird über Universitäten und Anzeigen bekannt gemacht. Die Siegerprojekte des Jahres 2007 waren bei der Medienmesse ausgestellt. Der neueste Trend ist der Dialog mit dem Plakat und anderen Werbeträgern. Der Passant kann mittels Handy (SMS, MMS, Bluetooth und QR-Code) Kontakt aufnehmen, Tickets bestellen, Informationen bekommen oder an Gewinnspielen teilnehmen. Ein prominentes Beispiel ist die Venus-Kampagne. Diese wurde für das Naturhistorische Museum anlässlich des 100. Geburtstages der Venus von Willendorf von Epamedia konzipiert, umgesetzt und finanziert. Neue Dienstleistung: Kreative Speziallösungen In der Werbebranche ist derzeit das Schlagwort „Ambient Media“ en vogue. Bereits seit einem halben Jahr kooperiert EPAMEDIA mit der international anerkannten Kreativ-Beraterin Daniela Krautsack. Erst vor kurzem wurde ihr Film „Wenn Kühe Jacken tragen“ im ORF ausgestrahlt. Neue Logistik 2009 wird für den Werbemarkt ein schwieriges Jahr allerdings mit großen Chancen für die Außenwerbung. „Kunden und Werbetreibende werden auf effiziente und kampagnenfähige Medien zurückgreifen“, erwartet Heinrich Schuster. Es zeigt sich aus der Analyse der Vergangenheit: Je schlechter der gesamte Werbemarkt, umso besser geht es der Außenwerbung. |
|
![]() v.l.n.r.: Dr. Ferdinand Maier, Heinrich Schuster, Veronika Gasser |
|
![]() v.l.n.r.: Dr. Ferdinand Maier (CEO) und Dr. Heinrich Schuster (Chairman) |
|
![]() v.l.n.r.: Dr. Ferdinand Maier, Veronika Gasser (Head of Communications & Public Affairs), Dr. Heinrich Schuster |
|
|
|
|



