Kampagnen · 09.06.2013
Egoisten sind im Straßenverkehr unerwünscht
Das Land Salzburg und seine Partner in der Verkehrssicherheit setzen bei der Schwerpunktkampagne 2013 auf das Motto „Nur gemeinsam sicher“. Besonderes Anliegen ist die Verkehrssicherheit in Ortsgebieten, in denen Kinder, Jugendliche und Senioren häufiger Opfer von Verkehrsunfällen werden.
Das Land Salzburg und seine Verkehrssicherheitspartner weisen heuer auf 50 Plakaten im Straßenraum darauf hin, dass Egoisten im Straßenverkehr unerwünscht sind. Zusätzlich kommen in Kooperation mit Progress Außenwerbung und O-bus Rolling Boards, City Lights und das Heck eines Stadtbusses zum Einsatz, um die Botschaft mit der Auflösung „Nur gemeinsam sicher“ an die Verkehrsteilnehmer zu bringen.
Ziel der Kampagne ist es, die Verkehrssicherheit in Ortsgebieten zu fördern, da hier partnerschaftliches und rücksichtsvolles Verhalten im Verkehr von besonders großer Bedeutung ist. Die Salzburger Polizei führt zur Unterstützung der Sicherheitskampagne heuer Schwerpunktkontrollen in Ortsgebieten durch. „Leider ist die Verkehrssicherheit in den Ortsgebieten in den letzten Jahren nicht so stark gestiegen, wie im Freiland. Wir wollen mit unseren Kontrollen in den Ortsgebieten besonders an das Verantwortungsgefühl der Kfz-Lenkerinnen und –Lenker appellieren. Im Ortsgebiet sind viele ungeschützte Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger und Radfahrer, unterwegs.“ sagt Oberst Friedrich Schmidhuber, Leiter der Verkehrsabteilung der Salzburger Polizei.
Tatsächlich ereignen sich pro Jahr rund 1.900 Verkehrsunfälle mit Personenschaden (zwei Drittel aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden im Bundesland Salzburg) im Ortsgebiet. Eine wesentliche Ursache ist die Vielzahl von Nutzungs- und Geschwindigkeitskonflikten auf beschränktem Raum. In den letzten Jahren hat der Anteil der Unfälle im Ortsgebiet leider sogar zugenommen. Die überwiegende Anzahl der bei Unfällen Getöteten in Ortsgebieten sind Fußgänger und Radfahrer (häufig Kinder, Jugendliche und Senioren).
Der Baudirektor des Landes Salzburg, Christian Nagl, weist auf das hohe Gefährdungspotenzial aus den vorliegenden Geschwindigkeitsunterschieden hin: „Während für Autofahrer ein Unfall mit 50 km/h meist noch glimpflich ausgeht, haben zu Fuß gehende Menschen bei einer Kollisionsgeschwindigkeit von 50 km/h bereits ein 40-prozentiges Tötungsrisiko, 35 Prozent sind schwer verletzt. In den Ortsgebieten können nur alle gemeinsam mehr für die Sicherheit im Verkehr erreichen. Egoismus ist da wirklich fehl am Platz.“
Neben der Plakataktion und den Kontrollen der Salzburger Polizei wird heuer ein Verkehrssicherheits-Straßentheater zum Thema „Gemeinsam Sicher“ auf die Notwendigkeit eines partnerschaftlichen Umgangs im Straßenverkehr hinweisen. Die erste Vorstellung des Straßentheaters findet am 6. Juni 2013 am Hauptplatz in Seekirchen statt, weitere werden folgen.

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