
Österreichische Medientage 2011 diskutieren Mehrwert für Markt und Konsument
Das digitale Radio ist längst Realität – auf Computern, Tablets und Smartphones via Breitband aus dem Internet. Der Versuch, digitales Radio terrestrisch auch als Rundfunkangebot zu etablieren, ist jedoch bisher in Europa bestenfalls eine Geschichte von Teilerfolgen. Oft aber auch von Misserfolgen. Wird es DAB+ in Österreich je geben? Mehr dazu am 27. September 2011 auf den 18. Österreichischen Medientagen im Panel Digitaler Hörfunk unter dem Vorsitz der RTR.
Das Thema Digitalradio sorgt in Österreich nach wie vor für Aufregung und Spaltung innerhalb der Radioszene. In Deutschland können seit 1. August 2011 die Radiohörer ein Dutzend Radioprogramme bundesweit via Digital Audio Broadcasting im neuen Übertragungsstandard DAB+ empfangen. In Österreich ist man zurückhaltend.
Im Gegensatz zur erfolgreich abgeschlossenen Digitalisierung des Fernsehens wird die Digitalisierung des Radios als komplizierter gesehen. Ist die Umstellung von klassischem UKW auf DAB tatsächlich auch mit größeren Umstellungen beim Konsumenten verbunden? Oder geht es lediglich um die Finanzierung?
Die Vorteile von DAB+, wie mehr spezifischer und rauschfreier Content, aber auch mögliche Nachteile, wie Start- und Finanzierungskosten, werden unter der kundigen Moderation von Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Medien, im Panel „Digitaler Hörfunk - Wo ist der Mehrwert für Markt & Konsument“ auf den 18. Österreichischen Medientagen vom 27. bis 29. September 2011 in der Wiener Stadthalle diskutiert.
„Sinnvoll erscheint jedenfalls, die Entwicklung in Deutschland abzuwarten“, so Grinschgl, der auf den Diskussionsstand in der von der RTR-GmbH initiierten „Interessengemeinschaft Digitaler Hörfunk“ verweist. Die Arbeitsgruppe, die sich vorwiegend aus österreichischen Marktteilnehmern und Experten sowie auch aus Vertretern aus Deutschland und der Schweiz zusammensetzt, befürwortet jedenfalls die Verwendung des digitalen Rundfunkstandards DAB+. Die Technologie erlaubt die Übertragung von etwa 15 Radioprogrammen in einem Hörfunkkanal und ist damit besonders frequenzökonomisch und kostengünstig ausgelegt. Gleichzeitig geht es im Wettbewerb allerdings um weitaus mehr Programmangebote.
Ob und wann Digitalradio aber auch für Österreich kommt, „bleibt eine spannende Frage, mit der wir uns wohl noch länger auseinandersetzen werden“, so Grinschgl weiter, denn, dass der Aufbau eines digitalen Sendernetzes kostenintensiv wird, ist unbestritten. Dass der Konsument in letzter Instanz davon profitiert, liegt aber ebenso auf der Hand.
Wann kommen die erwarteten überzeugenden Erfolgsmeldungen aus anderen europäischen Ländern? Braucht digitales Radio im Internet-Zeitalter vielleicht gar keine eigene Rundfunkplattform mehr? Oder gibt es für Digitalradio ohnehin „keine Notwendigkeit, solange das Publikum mit Analog-Radio zufrieden ist“, wie es ORF-Hörfunkdirektor Karl Amon kürzlich konstatierte?
27. September, Saal 2, 11:45
Wo ist der Mehrwert für Markt & Konsument
presented by RTR
Moderation
Alfred Grinschgl
RTR GmbH
Rüdiger Landgraf
Kronehit
Albert Malli
ORF
Florian Novak – angefragt
Entspannungsfunk Linz
Johannes Trottberger
Bayrischer Rundfunk - angefragt
Einzeltickets:
27. September 2011 - € 75,- exkl. MWST
28. September 2011 - € 75,- exkl. MWST
29. September 2011 - € 50,- exkl. MWST
Kombitickets:
3 - Tagesticket - € 170,- exkl. MWST
27. + 28. September 2011 - € 135,- exkl. MWST
27. oder 28. + 29. September 2011 - € 115,- exkl. MWST
Nähere Informationen: www.medien-tage.at
Aussender:
Multiart
Mag. Svetlana Paunovic
www.multiart.at












