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Aufregung in der Wiener Veranstalterlandschaft. In einem vor wenigen Tagen versandten „Eventguide“ der Fachgruppe Werbung der Wirtschaftskammer Wien wird die Veranstalterlandschaft der Bundeshauptstadt fragwürdig dargestellt. Unter dem Titel „Die Besten“ werden lediglich 40 von insgesamt knapp 800 Wiener Veranstaltungsunternehmen willkürlich präsentiert und namentlich angeführt - ohne Hinweis auf Qualitätskriterien, die eine solche Auswahl argumentieren könnten.
„In einem offiziellen „Eventguide“ nur 40 von ca. 800 Wiener Gewerbescheinbesitzern zu nennen und diese ohne Kriterienkatalog als „Beste“ zu präsentieren - das ist ein unzulässiger Markteingriff und wir sehen es als unsere Aufgabe hier als Branchenvertretung zu protestieren,“ so Mag. Martin Brezovich , Vorstand und Sprecher des Event Marketing Board Austria zum im Juni erschienenen „Eventguide Wien“.
Die EMBA kritisiert, dass mit derartigen Publikationen von Seiten der Wirtschaftskammer Wien - Fachgruppe Werbung eine bereits sehr erfolgreiche Qualitätsoffensive , die Zertifizierung der Eventagenturen, durchgeführt von der WKO und dem TÜV, komplett konterkariert wird. Mit der Zertifizierung österreichischer Agenturen wurde ein nachvollziehbares Regelwerk geschaffen und gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich (eventnet.at) und dem TÜV definiert, welche Kriterien seriöse von weniger professionellen Veranstaltern und Agenturen unterscheiden. Damit entstand eine erstmals objektivierbare Entscheidungshilfe für Kunden zur Auswahl von Agenturen und Partnern.
„Im Eventguide der FG Werbung wird aber keine einzige der aktuell ca. 25 WKO/TÜV zertifizierten Wiener Agenturen angeführt und auch alle anderen 700 Gewerbeinhaber wurden ausgespart“, so Brezovich. Dies obwohl sich darunter mehrheitlich Agenturen befinden, die Eventmarketing mit Schwerpunkt PR und Marketing durchführen und die entsprechende Erfahrung sowie über zahlreiche Referenzprojekte verfügen. Vielmehr erfolgte die Selektion der „FG-Werbung Besten“ alleine auf Basis der Tatsache, ob sich die angeschriebenen Fachgruppenkollegen selbst „für befähigt“ halten, eine Veranstaltung durchzuführen.
EMBA fordert Neudruck Eventguide mit klaren Ranking Kriterien
Durch Publikationen wie den „Eventguide Wien“ befürchtet die EMBA den Grundsatz der Sachlichkeit und Transparenz verletzt sowie eigene Ziele wie die jüngst gestartete Qualitätsinitiative oder Ausbildungsevaluierungen konterkariert. Brezovich: „Der Eventguide Wien widerspricht ganz grundsätzlich unserem Zugang, in dem wir eine objektive Messlatte für die Agenturen in der Branche durch eine qualitative Zertifizierung anlegen und kann kein „Guide“, also keine Empfehlung von Seiten der Wirtschaftskammer für potentielle Auftraggeber sein.“
Aus diesem Grund forderte die EMBA die FG Werbung und Marktkommunikation bereits dringend zu einem Neudruck des Eventguides ohne irreführende Bezeichnungen wie "die
Besten" auf. „Nur mit einer vollständigen Listung aller Gewerbescheininhaber oder einer transparente Darstellung der Kriterien zur Auswahl von gelisteten Agenturen kann der Eindruck eines Markteingriffs durch die willkürliche Auswahl sowie eine ungerechtfertigte Empfehlung durch die Kammer wieder richtig gestellt werden. Erst dann ist eine Verwendung von Kammergeldern für eine Wirtschaftskammerpublikation gerechtfertigt und im Sinne aller eingesetzt.“ betont der EMBA Sprecher.
„Wir werden uns auch weiterhin intensiv der Aus- und Weiterbildung von zukünftigen Event-Marketern und für die Sicherstellung von Qualitätsstandards in der Branche stark machen. Dies gilt nicht nur für die EMBA sondern für alle qualifizierten Event Agenturen Österreichs“, so Brezovich abschließend.
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